Wichtige, überraschende Erfahrungen scheinen sich in der Genetik der Menschen zu verankern. Ob es sich dabei um einen weiteren evolutionären Prozess handelt, bleibt jetzt erst mal dahin gestellt. Die genetische Anpassung braucht zwar einige Jahrzehnte, aber mit etwas Glück und Aufmerksamkeit kann man eine solche beobachten. Freue mich aufrichtig, mitteilen zu können, dass mir eine solche Wahrnehmung zu Teil wurde. Und zwar wo? Im Spessart. Da, wo man noch Zeit und Muße hat, zu beobachten. Meist wird der Nachbar beobachtet. Oft lehnt man sich dabei von innen im Haus auf sein Fensterbrett und beobachtet unermüdlich, was draußen so vor sich geht. Nicht so geübte benötigen dazu noch ein Kissen für die Arme, später dann nicht mehr. Diese Form des wachsamen Gewahrseins ist die westliche Antwort auf östliche Meditationsformen und wird gerade in ländlichen Bereichen sehr intensiv praktiziert. Aber auch in städtischen Gegenden kann man die Eleven durchaus bei der stundenlangen Übung sehen.
Nun, mein Erlebnis war anderer Art.
Vor 25 Jahren fiel sie. Die Mauer zwischen Ost und West. Waren viele Tausende froh darüber. Ob das heute noch so ist, weiß ich nicht. Aber finanziell solidarisieren wir uns immer noch mit diesem Mauerfall. War ein ganz einschneidendes Erlebnis und in der Erinnerung, mit vielen Menschen feiernd in Koblenz auf dem deutschen Eck zu sein, hatte etwas Bewegendes. Damals. Heute feiert dort keiner mehr. Auch nicht 25 Jahre Mauerfall. Hätte niemals gedacht, dass dieses Erleben sich genetisch an nachkommende Generationen weitervererben kann. Bei mir hat es das auch nicht. Hab nix zu vereben und hab es deswegen auch lieber gelassen. Das wär nix geworden. Andere hätten es vielleicht auch besser lassen sollen, haben sie aber nicht.
Ein Dorfbewohner hatte im vergangenen Sommer (man erinnert sich, ist ja noch nicht so lang her) eine Mauer gesetzt an seinem Grundstück. Zum Weg hin glatt, um auf der anderen Seite, also im Garten, einen überdachten Grillplatz zu bauen. Hat sich Mühe gegeben, der gute Mann. Erst gemauert, trocknen gelassen, verputzt, trocknen gelassen, gestrichen, trocknen gelassen. Speziell das Trocknenlassen dauerte bei schwüler und gewitteraufgeladener Luft dann doch immer eine ganze Weile. Aber eines Tages war er fertig. Farblich passend zur Hausfassade war die Mauer. Sehr schick. Also jetzt für eine Mauer.
Die Mauer ist also erst wenige Monate alt.
An der Mauer zwischen Ost und West wurden kleine Tierchenmenschen tätig. Man nannte sie Mauerspechte. Wikidingens weiß: "Als Mauerspechte wurden im Volksmund Menschen bezeichnet, die nach dem Mauerfall 1989 die Berliner Mauer bearbeiteten und zerkleinerten.
Deren Motivation war grundlegend verschieden. Es gab zahlreiche
Souvenirjäger,
professionelle Händler,
Menschen, denen es aus politischer Motivation um die Teilnahme an der volksfestähnlichen (symbolisch schnellstmöglichen) Zerstückelung der Mauer vor allem im Bereich Potsdamer Platz und Checkpoint Charlie ging, sowie
Künstler (siehe Horst Walter)."
Mauerspechte, die beim spechten aus Unachtsamkeit von der Mauer fielen, nannte man nicht Mauersegler. Das darf man nicht verwechseln, das sind Vögel. Die sind aber schon weg, die haben sich schon Richtung Süden aufgemacht wegen Winter. Obwohl Winter kennt man hier ja eigentlich nicht mehr.
Heute morgen entdeckt:
An der neuen Mauer im Dorf wurde gespechtet. War gestern noch nicht da. Muss heute Nacht geschehen sein. Haben an der Mauer herumgepickt. Farbe ab, Putz ab, Löcher. Sieht jetzt nicht mehr schön aus. Müssen die Kinder von Mauerspechten gewesen sein. Die sind nun vermindert schuldfähig, weil genetisch vorbelastet. Dass sie ein Souvenir wollten, schließe ich mal aus. Eher die Kinder professioneller Händler. Wollen eventuell ihr Taschengeld aufbessern. "Du wolle Stück Mauer? Gebsch dir. Kein Problem!"
Habe beschlossen, das zu beobachten. Habe bereits die Fensterbank freigeräumt und mir ein Kissen für die Arme besorgt. Werde mich jetzt in westlicher Wahrnehmungspraxis einüben. Vielleicht gibt es ja demnächst einen florierenden Handel mit Mauerstücken hier im Ort. Aus der Originalmauer des Grillplatzes. Wäre ja mal was los hier. Und aber auch herrlich schwachsinnig. Aber würde sicher auf der ersten Seite der Primasonntag erscheinen: Der Mauerfall in Waldaschaff!
Ein bisschen Sorgen mache ich mir, was diese intelligenzreduzierten Mauerspechtkinder dann in 25 Jahren ihren Kindern und Enkelkindern genetisch vererbt haben. Ist der Ort nun gefährdet? Sind dann alle Mauern im Ort bedroht?
Aber vielleicht werde ich das nicht mehr erleben (müssen). Man wird ja auch älter irgenwie. Und bis dahin findet ihr mich auf meinem Kissen. Dort auf der Fensterbank.
#Mauerfall #OstWest #Vererbungslehre # Evolution
Ist doch immer nix los. Und am Ende von nix los merkste plötzlich: Schwupp, rum isset... Kann man drüber schreiben. Kann man auch lassen. Aber lassen ist irgendwie auch blöd. Also dann lieber über nix los losschreiben. „Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen.“ (Mark Twain) Dat isso. Und wenn du es jetzt immer noch nicht raffst: Isso ist ein Pokemon... Also: fröhliche Langeweile. Weil: es ist echt nix los.
Sonntag, 14. September 2014
Der Mauerfall. Silbernes Jubiläum. Genetik.
Samstag, 13. September 2014
Der Planet der Affen
Nach Meinung gewisser Leute, die was wissen, ist der Mensch ja noch nicht so lange runter von den Bäumen. Also gemessen an den Millionen von Jahren, die diese Erde schon existiert. Und dann hat sich der Homo Sapiens quasi von der Qualle zum Affen entwickelt, dann zum Tarzan und irgendwann kam er dann runter von den Bäumen. Irgendwann muss er dann auch seinen Greifschwanz verloren haben, den so andere Affen ja noch vorweisen können und mit dessen Hilfe sie sich sehr geschickt in den Bäumen bewegen können.. Da gehts dann in Windeseile den Baum hinauf und wieder hinunter. Warum es noch Affen gibt, wenn der Mensch quasi die Weiterentwicklung dessen ist, weiß ich nicht. Ist mir auch egal, weil die Affen, die ich kenne unterschieden sich eigentlich nicht vom Menschen. sind sogar zum verwechseln ähnlich. Manchmal lässt sich der Eindruck nicht verwehren, als sei dies hier eigentlich ein Planet der Affen. Aber man merkt es nicht. Sehen halt alle so menschlich aus. Bin also ein Außerirdischer. Irgendwie.
Der Nachbar scheint jedenfalls so was wie Heimweh nach früher gehabt zu haben. Sah, wie er auf den Baum kletterte. Mangels Greifschwanz - das sähe vielleicht komisch aus, das mag ich mir gar nicht vorstellen - nutzte er ein Alugestell, um den Baum zu erklimmen. Da er auch schon ein etwas älteres Exemplar des Homo Sapiens ist, kletterte er auch nicht in Windeseile, sondern eher gemächlich. War mir auch lieber. Machte mir schon Sorgen, ob er da oben der Erdanziehung widerstehen könnte. Ging aber gut. Hab allerdings nicht so lange zugesehen. Wollte nicht Fallzeuge werden. Später dann lief er aber wieder in direkter Erdnähe herum. War ich froh. Vielleicht sollt ich ihm mal von diesen neumodischen Kletterparks erzählen. Das könnte ihm doch unter Umständen Freude machen. Ob man im Alter doch wieder so was wie eine Back-to-the-roots-Sehnsucht empfindet? Ob sich deswegen nach ihrem Ableben immer mehr Menschen als letzten Wohnsitz einen Friedwald aussuchen?
Ich weiß es nicht. Der Nachbar jedenfalls hatte auf seinem Exkurs auf den Baum eine Säge dabei. Hat Äste abgesägt. Ob er damit ein Zeichen setzen wollte, dass der Homo Sapiens das Baumzeitalter endgültig hinter sich gelassen hat? Und nun die Macht über die Bäume hat? Oder ob er den Ast absägen wollte, auf dem er… Ach nein, er stand ja auf der Leiter.
Ich find das mit dem Menschen und den Affen ganz schön undurchsichtig. Vielleicht sollte ich mich mal unterhalten mit dem Nachbarn über so ein Thema. Ob den das interessiert? Und wenn es ihn interessiert, was sagt mir das dann?
Ich häng mich jetzt mal an meinen Baum, kaue ein Blatt und lass den Nachbarn einen guten Mann sein. Ist besser so.
Was ist das da für ein Auto mit Blaulicht?
Warum hält das vor meinem Haus?
Was haben die Menschen, da für komische Jacken in der Hand?
Puh, schweißgebadet aufgewacht und froh gewesen, dass eigentlich nixlos war.
#PlanetderAffen # Friedwald #Bäume
Der Nachbar scheint jedenfalls so was wie Heimweh nach früher gehabt zu haben. Sah, wie er auf den Baum kletterte. Mangels Greifschwanz - das sähe vielleicht komisch aus, das mag ich mir gar nicht vorstellen - nutzte er ein Alugestell, um den Baum zu erklimmen. Da er auch schon ein etwas älteres Exemplar des Homo Sapiens ist, kletterte er auch nicht in Windeseile, sondern eher gemächlich. War mir auch lieber. Machte mir schon Sorgen, ob er da oben der Erdanziehung widerstehen könnte. Ging aber gut. Hab allerdings nicht so lange zugesehen. Wollte nicht Fallzeuge werden. Später dann lief er aber wieder in direkter Erdnähe herum. War ich froh. Vielleicht sollt ich ihm mal von diesen neumodischen Kletterparks erzählen. Das könnte ihm doch unter Umständen Freude machen. Ob man im Alter doch wieder so was wie eine Back-to-the-roots-Sehnsucht empfindet? Ob sich deswegen nach ihrem Ableben immer mehr Menschen als letzten Wohnsitz einen Friedwald aussuchen?
Ich weiß es nicht. Der Nachbar jedenfalls hatte auf seinem Exkurs auf den Baum eine Säge dabei. Hat Äste abgesägt. Ob er damit ein Zeichen setzen wollte, dass der Homo Sapiens das Baumzeitalter endgültig hinter sich gelassen hat? Und nun die Macht über die Bäume hat? Oder ob er den Ast absägen wollte, auf dem er… Ach nein, er stand ja auf der Leiter.
Ich find das mit dem Menschen und den Affen ganz schön undurchsichtig. Vielleicht sollte ich mich mal unterhalten mit dem Nachbarn über so ein Thema. Ob den das interessiert? Und wenn es ihn interessiert, was sagt mir das dann?
Ich häng mich jetzt mal an meinen Baum, kaue ein Blatt und lass den Nachbarn einen guten Mann sein. Ist besser so.
Was ist das da für ein Auto mit Blaulicht?
Warum hält das vor meinem Haus?
Was haben die Menschen, da für komische Jacken in der Hand?
Puh, schweißgebadet aufgewacht und froh gewesen, dass eigentlich nixlos war.
#PlanetderAffen # Friedwald #Bäume
Freitag, 12. September 2014
Tod im Spessart: Cindy aus Marzahn (war's nicht)
Begegnung mit dem Tod...
Dass der Sensenmann eine lange schwarze (oder pinkfarbene Kutte) trägt ist ein Vorurteil. Auch der Pudel des Todes gehört nicht zu seiner Grundausstattung. Leider. Ich mag ja Hunde. Wenn auch nicht unbedingt Pudel, die erinnern mich an ältere sächsische Damen, die grausige Lieder trällern und die Rudi Carrell nicht auf seiner Beerdigung haben wollte. Damals. Ist schon eine Weile her.A propo pink: Cindy aus Marzahn ist nicht der Sensenmann. Erstens ist sie kein Mann, zweitens bringt sie nicht den Tod. Na gut, schlecht kann einem ja schon mal werden. Aber mehr auch nicht. Anders als z.B. beim Wendler (bleibt unverlinkt). Wenn der singt: "Sie liebt den DieJäi", dann schwingt immer das Gefühl mit, bald abzuleben. Oder dringend ableben zu wollen. Man könnte ja den Sensenmann mal in Bezug auf den Wendler auf die Idee… Ach nee, das wäre ja nicht nett. So lange er in Dschungeln oder BB-Häusern sicher verwahrt wird, isses ja in Ordnung. Kann man ihn quasi per Fernbedienung ausschalten. Die Macht der Fernbedienung ist dann so was Ähnliches wie eine Sense. Die Tochter vom Wendler heißt übrigens Adeline. Echt jetzt. Hat er das Kind denn gar nicht lieb? Sensenmann? Vielleicht doch? Muss ich zum Glück nicht entscheiden. Und wenn einer aus Scheiße Gold machen kann, ich mein, das macht ja auch Mut, oder?
Nun denn. Nach meiner Begegnung mit dem Sensenmann lebe ich übrigens immer noch. Nicht im Dschungel, jedoch im Spessart. Ist ein bisschen besser.
Dem Sensenmann des Spessarts muss ich mal das mit der Kutte erzählen, weil so eine Strickjacke von KIK macht irgendwie nix her. Das ist so unromantisch. Also wenn schon vom Sensenmann geholt, dann bitte nicht in so einer voll üblen Strickjacke. NOGO!
Ich habe ihm dann schnell einen Guten Morgen gewünscht und mich rasch verzogen. Man weiß ja nie.
Sicher hatte er an diesem Morgen jemand anders auf seiner Liste. Als ich jedoch hörte, wie er begann, seine Sense mit einem Stein zu schleifen, habe ich meinen Schritt unwillkürlich beschleunigt. Also nicht gelaufen, oder so. In meinem Alter sowieso nicht, womöglich hat er genau das eingeplant. Nein, den Gefallen habe ich ihm nicht getan. Hätte irgendwie auch uncool gewirkt. War dann aber doch froh, die Haustür hinter mir schließen zu können. Bei einem vorsichtigen Blick hinter dem Vorhang aus dem Fenster gesehen, festgestellt, dass er mich nicht verfolgt hat. Puh!
Alles ruhig und leer auf den Straßen.
In Gedenken an den, den er heute aufgesucht hat…Armes Opfer!
Manchmal ist Nixlos auch erleichternd, irgendwie.
Frage mich aber doch, was er da auf dieser Wiese gemacht hat mit seiner Sense. Ein Bett im Kornfeld entdeckt? Wer weiß.... Wie geht es eigentlich dem Drews?
#Tod #Sensenmann #JacobSisters #RudiCarrell #CindyausMarzahn #Wendler #JürgenDrews
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Donnerstag, 11. September 2014
Das Hundertjährige, das aus dem Fenster stieg und verschwand
Wikidingens weiß etwas:
Entschuldigung Wikidingens, du hast ja vielleicht recht. Und ichmerkle merke ja auch, dass das Schlafbedürfnis in der Nacht nicht mehr so groß ist. Und in der Regel wäre ja auch mein Tag ganz toll, wenn er nicht mit dem Morgen beginnen würde. Da gab es mal einen Autor (Hemingway vielleicht), der das geschrieben hat. Ist also gar nicht von mir.
Jedenfalls am frühen Morgen, wenn wir im Frühtau zu Berge ziehn… Fallera!, entdecke ich, was Bettflucht wirklich bedeutet. Entdecke in der Nachbarschaft doch tatsächlich ein Bett, welches versucht, sich aus dem Dachfenster davon zu machen. Ob das Bett jetzt hundertjährig ist, konnte ich nicht feststellen und für einen Geruchstest war es zu weit weg. Glücklicherweise. Und was soll ich sagen? Kurze Zeit später noch mal nachgesehen und es war tatsächlich verschwunden.
Jetzt mal angenommen, es war tatsächlich senil. Verläuft sich das Bett jetzt im Dorf? Wird es später am Morgen eine Radiomeldung geben: Gesucht wird ein Federbett. Es hat einen karierten Überzug an und ist in Begleitung 2-er Kopfkissen. Alle drei sind vermutlich nicht in der Lage, sich zu orientieren. Hinweise bitte an die örtliche Polizeidienststelle oder an das nächste Bettencenter.
Eventuell gibt es ja so viele Bettencenter in unserem Land, weil die senile Bettflucht doch überhand nimmt und ständig für Nachschub gesorgt werden muss. Eine örtliche Polizeidienststelle gibt es im Dorf auch nicht. Im Laufe des Tages dann genau aufgepasst. Aber nein, von einer großangelegten Suchaktion mit Hubschraubereinsatz wurde abgesehen. Auch vergeblich auf Hundestaffeln gewartet. Das hätte meine beiden Fellnasen sicher sehr erfreut. War aber nix.
Schade eigentlich. Wär ja mal was los gewesen.
So allerdings...
Wikidingens jedenfalls sollte seine Definition noch mal überarbeiten. Also ich mach's nicht. Man steht ja immer in der Gefahr irgendwo weggesperrt zu werden. Menno…
#SenileBettflucht #Wikipedia
"Senile Bettflucht ist eine Scherzbezeichnung für ein vermindertes Schlafbedürfnis im Alter, das durch ein frühes Erwachen gekennzeichnet ist."
Entschuldigung Wikidingens, du hast ja vielleicht recht. Und ich
Jedenfalls am frühen Morgen, wenn wir im Frühtau zu Berge ziehn… Fallera!, entdecke ich, was Bettflucht wirklich bedeutet. Entdecke in der Nachbarschaft doch tatsächlich ein Bett, welches versucht, sich aus dem Dachfenster davon zu machen. Ob das Bett jetzt hundertjährig ist, konnte ich nicht feststellen und für einen Geruchstest war es zu weit weg. Glücklicherweise. Und was soll ich sagen? Kurze Zeit später noch mal nachgesehen und es war tatsächlich verschwunden.
Jetzt mal angenommen, es war tatsächlich senil. Verläuft sich das Bett jetzt im Dorf? Wird es später am Morgen eine Radiomeldung geben: Gesucht wird ein Federbett. Es hat einen karierten Überzug an und ist in Begleitung 2-er Kopfkissen. Alle drei sind vermutlich nicht in der Lage, sich zu orientieren. Hinweise bitte an die örtliche Polizeidienststelle oder an das nächste Bettencenter.
Eventuell gibt es ja so viele Bettencenter in unserem Land, weil die senile Bettflucht doch überhand nimmt und ständig für Nachschub gesorgt werden muss. Eine örtliche Polizeidienststelle gibt es im Dorf auch nicht. Im Laufe des Tages dann genau aufgepasst. Aber nein, von einer großangelegten Suchaktion mit Hubschraubereinsatz wurde abgesehen. Auch vergeblich auf Hundestaffeln gewartet. Das hätte meine beiden Fellnasen sicher sehr erfreut. War aber nix.
Schade eigentlich. Wär ja mal was los gewesen.
So allerdings...
Wikidingens jedenfalls sollte seine Definition noch mal überarbeiten. Also ich mach's nicht. Man steht ja immer in der Gefahr irgendwo weggesperrt zu werden. Menno…
#SenileBettflucht #Wikipedia
Mittwoch, 10. September 2014
Urlaubszeit- AUSGESETZT! Und nun?
Warum nur, frage ich? Warum wird er mitten in der Urlaubszeit in Bayern einfach ausgesetzt? Gibt es denn keinen, der ein Herz für ihn hat? Selbst für Tiere gibt es Heime, in denen sie die Chance auf Leben und Weitervermittlung haben. Aber für ihn? Er steht da am Wegesrand. Allein. Nicht mal mehr angeleint haben sie ihn. Dabei sieht er doch gut aus. Warum hat er gestört? Welches Hindernis für die eigene Selbstverwirklichung stellte er da?
Man weiß es nicht. Er war einfach da. Ein Mahnmal der Nicht-Wegwerf-Generation.
Ist das jetzt ein gutes Zeichen, dass nicht mehr alles einfach achtlos weggeworfen wird?
Nein, das ist es ganz und gar nicht. Wenn jetzt jeder auf die Idee käme, einfach alles, was er nicht mehr benöigt, auszusetzen?
Hiermit setze ich mich ganz offiziell ein für den aktiven Schutz leergetrunkener Grapefruitsaftverpackungen!
Ob da wohl eine Unterschriftenkampagne hilft? Die sind doch im Moment voll im Trend. Man kann so eine Kampagne im Netz erstellen und dann Unterschriften sammeln.
**Kampagne zum Schutz von Grapefruitsaftverpackungen** würde das wohl heißen.
Aber mal ehrlich. Was für ein Blödsinn wäre das?
Also ihr Umweltverhässlicherer: Nehmt gefälligst euren leergesoffenen Kram wieder mit oder werft ihn in dafür vorgesehene Auffangstationen. Zur Info: Diese nennt man Mülleimer.
Schon mal gehört?
Schantall, tu ma deinen Müll bei die Omma bringen, dat die den wechhaut!
Schantall? Komma bei de Kevin, der kann dich dann helfen!
#Müll #Ausgesetzt #Umwelt #Umweltschutz
Man weiß es nicht. Er war einfach da. Ein Mahnmal der Nicht-Wegwerf-Generation.
Ist das jetzt ein gutes Zeichen, dass nicht mehr alles einfach achtlos weggeworfen wird?
Nein, das ist es ganz und gar nicht. Wenn jetzt jeder auf die Idee käme, einfach alles, was er nicht mehr benöigt, auszusetzen?
Hiermit setze ich mich ganz offiziell ein für den aktiven Schutz leergetrunkener Grapefruitsaftverpackungen!
Ob da wohl eine Unterschriftenkampagne hilft? Die sind doch im Moment voll im Trend. Man kann so eine Kampagne im Netz erstellen und dann Unterschriften sammeln.
**Kampagne zum Schutz von Grapefruitsaftverpackungen** würde das wohl heißen.
Aber mal ehrlich. Was für ein Blödsinn wäre das?
Also ihr Umweltverhässlicherer: Nehmt gefälligst euren leergesoffenen Kram wieder mit oder werft ihn in dafür vorgesehene Auffangstationen. Zur Info: Diese nennt man Mülleimer.
Schon mal gehört?
Schantall, tu ma deinen Müll bei die Omma bringen, dat die den wechhaut!
Schantall? Komma bei de Kevin, der kann dich dann helfen!
#Müll #Ausgesetzt #Umwelt #Umweltschutz
Dienstag, 9. September 2014
NEU: Die Apple-a-Day-Challenge
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Ein deutsches
Sprichwort. Kluge Aussage. Aber warum sollte er auch? Weit vom Stamm fallen,
der Apfel. Löst sich vom Stamm, die Erde zieht ihn nach unten, er fällt. Plopp.
Wie ist das bei Birnen? Da gibt es so ein Sprichwort nicht. Fallen Birnen
anders? Stoßen sich Birnen vielleicht sogar ab von ihrem Birnbaum, um möglichst
nicht so nah am Stamm zu liegen? Man weiß es nicht. Aber man weiß: Äpfel und Birnen kann man nicht miteinander vergleichen. Auch so ein Sprichwort. Eins aus dem Ausland geht dann so: An apple a
day keeps the doctor away. Ein Apfel am Tag und dein Arzt geht in die Insolvenz.
Das medizinische System, das auf dem Lande ja eher unterpräsent ist, würde dann
noch überschaubarer. Aber wenn man den Doc nicht mehr benötigt. Auch das wird
von der Birne nicht behauptet.
Der Nachbar hatte dieses Jahr wohl keine Lust auf
Apfelernte, eventuell ist er in einem Alter, wo er für jeden Arztbesuch dankbar
ist. Er lässt die Äpfel, schöne große Äpfel, am Baum, bzw. von diesem fallen.
Machen es auch ganz richtig die Äpfel und fallen stammnah. Das ist noch
Qualität.
Nachbar macht es wohl auch richtig, denn er will sicher den
deutschen Obstbauern unterstützen.
Es wird ja viel sanktioniert und subventioniert in unserem
Lande. Die Russen werden sanktioniert. Daraufhin beschließen dieselben einen
Einfuhrstopp für Lebensmittel. Betrifft auch den deutschen Obstbauern und seine
Äpfel. Der kann nicht wie gewohnt exportieren und bleibt eventuell auf seinen
Äpfeln sitzen. Sitzt er zu lange darauf, werden sie matschig und die Bauernhose
wird schmutzig und fängt an zu müffeln. Wer will das schon? Muss dann wohl
subventioniert werden. Kann ja der Obstbauer nix dazu, dass die Politik
merkwürdige Dinge tut. Und er hat ja auch ein Recht auf nicht müffelnde Hosen
ohne den Duft von "Grüner Apfel vergammelt".
Einer von diesen intelligenzreduzierten Schaumschlägern des
Bundesministeriums kommt dann auf die glorreiche Idee, den obstbauerrettenden
Spruch in die Welt zu setzen und den deutschen zu Apfelkonsum aufzufordern: An
apple a day keeps Putin away.
Autschn. Hat der Mensch einen veganernährten Frontallappen? Oder eine
Überversorgung mit den Vitaminen E D(e) K A?
Also, wenn jeder
Deutsche jetzt jeden Tag einen Apfel mümmelt, den er jedoch nicht in seinem
Garten ernten soll, sondern im Handel käuflich erwerben, dann stört uns die
Einfuhrbeschränkung der Russen nicht und dann tut uns unsere Sanktion auch
nicht so weh.
Nachbar also macht es richtig. Lässt seine eigenen Äpfel zu
Boden fallen. Geht also folgerichtig in den Supermarkt (oder zum Obstbauern) seines
Vertrauens und kauft sich Äpfel. Unterstützt damit die Sanktionskraft der BRD,
wehrt Putins Expansionsbemühungen und hält das Gleichgewicht der Weltmächte
aufrecht. So ein toller Mann, mein Nachbar. Man kann nicht behaupten, der
Einzelne in unserem Land hätte keinen Einfluss.
Andererseits: Der Hausarzt im Dorf macht bereits Pläne, wann
er seine Praxis schließt, da er ja wegen der Apple-a-Day-Challenge bald nicht
mehr benötigt wird.
Ob das alles wirklich so durchdacht ist?
Nachtrag: Die Rolle des iphone 6 in der ganzen Sache sollte man mal überdenken...Ist ja auch apple irgendwie....
Nachtrag: Die Rolle des iphone 6 in der ganzen Sache sollte man mal überdenken...Ist ja auch apple irgendwie....
#Weltmächte #Apfel #Putin #Weltfrieden #Sanktionen #Subventionen
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Putin,
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Weltfrieden,
Weltmacht
Montag, 8. September 2014
Ein Satz für den Frieden
Begegnen einem jetzt immer öfter, wenn man im Wald spazieren
geht. Biker. Ist ein amerikanischer Begriff. Eigentlich sind das ja
Fahrradfahrer. Aber das Wort ist zu lang und die fahren ja auch nicht Fahrrad,
sondern Bike. Im Wald dann meist Mountain-Bike. Nicht etwa Wood-Bike. Darum
also Biker. Von Bike also. Würde ja auch dämlich klingen: Bergfahrradfahrer.
Also darum Mountain-Biker, kurz Biker.
Man muss achtgeben, wenn sie mit ihren Bikes kommen.
Besonders bergab lässt der gemeine Biker
das Bike rollen. Wird dann ja immer schneller das Bike. Ist wohl die
Erdanziehung Schuld dran. Nicht der Biker. Geiler Speed das. Für Mensch
(Spaziergänger) und eventuell freilaufendem Hund eine echte Herausforderung,
dann schnell in den Graben zu springen. Alternativ zur Salzsäule zu erstarren
und abzuwarten, bis sie vorbeigerauscht sind. Die Biker. Aber wie geht der
Befehl "Salzsäule erstarren" bei einem Hund? Sollten sich mal die
modernen Hundetrainer Gedanken machen. Es gibt da Bedarf.
Warum muss man auch ausgerechnet im Wald spazieren gehen?
Macht das außer in Deutschland überhaupt noch jemand? Spazieren gehen? Walken,
das ja. Ist auch amerikanisch. Die Vorstufe vom Rollator. Man läuft an Stöcken
und versucht dabei Tempo aufzunehmen. Mit dem Rollator später ist das
umgekehrt: Man läuft am Rollator und versucht dabei Geschwindigkeit zu
vermeiden. Klingt von weitem immer, als würde man von Skeletten verfolgt. Die Walker,
meine ich (die Rollator Geher eventuell auch). Gruselig, wenn sie in Gruppen
auftreten. Alles schon erlebt. Da wird aus jedem normalen Wald ein Geisterwald.
Man gewöhnt sich aber an das alles. Springt ab und zu in den
Graben, krabbelt wieder heraus. Blöd, wenn statt Graben ein Abhang da ist. Kann
man sich schon mal wehtun. Und beim Hinaufklettern schaut dann ständig der Hund
mitleidig von oben herab, der natürlich nicht wie ein Depp einfach losspringt.
Und er hechelt dabei und das sieht aus, als würde er lachen. Auslachen. Auch wieder so ein Befehl, den Hund nicht kann: "Pfui Lachen!" Das
macht Stimmung!
Wenn man beim Spazierengehen einen Spazierstock dabei hat,
einen richtigen, einen aus Holz, nicht so ein Karbongelumpe, dann überlegt man
für einen kurzen Moment, wie es wäre, dem Biker diesen jetzt mal eben zwischen
die Speichen… Oder die Knüppel-aus-dem-Sack-Romantik aus dem berühmten Märchen
(Tischlein deck dich) mal eben bei einer Gruppe Walker…
Aber das ist dann nur so eine Idee. Außerdem: wer läuft
schon noch mit Holzstock im Wald herum? Das ist ja so was von out. Das macht
man nicht. Das sieht ja nur bääääämmmmm (Modewort) aus. Maximal ein
Fotoapparat… aber doch keinen Stock.
Also ist man eher um friedliche Koexistenz bemüht. Wenn es
im Wald schon nix wird, wie soll das dann im Rest der Welt funzen?
Ja, so wird ein Spaziergänger dann doch zum Friedensstifter
im Kleinen. Im ganz Kleinen. Im Winzigen, nahezu unscheinbaren. Aber Hauptsache
Frieden, oder?
Vielleicht kaufe ich mir doch einen Stock, einfach als
Argumentationshilfe. Friedenssicherung durch Aufrüstung gewissermaßen. Soll
sich ja bewährt haben…
#Biker #Walker #Frieden #Weltfrieden
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